Mittwoch, 27. März 2013

Nur noch 50 Tage

So fliegt die Zeit dahin, vor zwei Wochen war ich noch im Trainingslager und absolvierte meine letzte Radeinheit und nun steht Ostern vor der Tür und von Chance auf lange Radeinheiten keine Spur. Also ist umdenken bzw. umplanen angesagt. Werde daher am WE richtig Laufkilometer reißen, sprich die Zeit sinnvoll nutzen. Viel Zeit ist nicht mehr, denn in 50 Tag ist schon der Wettkampf, d.h. aber ich fliege schon in 43 Tagen.
Am vergangenen Wochenende fand der Hochbrückenlauf in Kiel statt, bei dem sogar aufgrund der Wetterlage bzw. der Straßenverhältnisse die Strecke angepasst werden musste. Die erwartete zeit wurde auch von daraufhin angepasst und mit 5:00min/km festgelegt. Ich war dann doch lange Zeit schnelle, richtig versaut habe ich mir de Schnitt erst auf den letzten drei bis vier Kilometer, sodass am Ende ein Schnitt von 5:02min/km zur Buche schlug. Als langer Testlauf war das denke ich vollkommen in Ordnung, sollte ich das auf Lanzarote umsetzen können, bin ich mehr als zufrieden, da ich dann den Marathon unter vier Stunden finishen würde, aber das ist Zukunftsmusik.

Montag, 18. März 2013

Rückreisetag

Hierzu gibt es im Grunde nur sagen: "Hier ist es kalt, ich will wieder zurück!"
Der Morgen begann wie immer mit leichten Schwimmtraining, dann in Ruhe Frühstücken und schnell noch den Rest gepackt. Um 11:55Uhr wurden wir am Hotel abgeholt und schon ging es Richtung Heimat und damit in die Kälte. Der Rückflug verlief ruhig und im Gegensatz zum Hinflug verlief er ohne besondere Vorkommnisse und so landeten wir pünktlich in Hamburg. Dort traf uns nach morgendliche Wärme von 30°C die Kälte des Nordens mit -2°C. Tja in ca. zwei Monaten geht es wieder runter, also heisst es durchhalten und die Trainingserfolge über die Zeit retten.
Resumierend kann ich sagen, dass es das beste Trainingslager war, das ich je gemacht habe, trotz der Startschwierigkeiten.

Freitag, 15. März 2013

Dreizehnter Trainingstag

Heute, am letzten Trainingstag des Trainingslagers melde ich mich, die Trainingspartnerin. Aber nicht, weil Björn dazu nicht in der Lage wäre, im Gegenteil, er strotzt nahezu vor Energie.
Nachdem wir gestern ja schon die Räder verpackt hatten, konnten wir den Tag gemächlich angehen lassen. Dann stand ein 2-Stunden-Lauf auf dem Programm. Im für Björn‘s Verhältnisse gemütlichen Tempo, das jedoch seinem angestrebten Marathontempo beim Ironman Lanzarote entspricht und das er nach der Radbelastung der Vortage somit gut testen konnte (für mich war es eher ein Tempodauerlauf…). Das Ganze unter ähnlich zu erwartenden Bedingungen wie auf Lanzarote, nämlich Hitze und Wind. Positiver Nebeneffekt war, dass wir nochmal das Panorama der Dünen, die unter Naturschutz stehen, genießen konnten, an denen wir sonst mit dem Rad mit höheren Geschwindigkeiten vorbeisausten. Auf dem Rückweg ging es Richtung Hafen, am Strand und den sonnenbadenden Gästen sowie der Promenade mit den Cafés und Restaurants vorbei. Wir gaben glaube ich einen ziemlich komischen Anblick ab, wie wir da so durch die Hitze liefen.
Nach einer Pause war noch Schwimmen angesagt. Ich gebe es ungern zu, aber ich habe gekniffen, was jedoch Björn in seiner Motivation nicht bremsen konnte. Er hat brav sein Pensum absolviert und ich habe auf der Liege liegend aufgepasst, dass er nicht schummelt ;-)
Rückblickend kann ich nur sagen, dass das Trainingslager aus meiner Sicht ein voller Erfolg war. Wir haben es uns nicht leicht gemacht und gegen den Wind und diverse Höhenmeter gekämpft. Wenn das keine gute Vorbereitung auf Lanzarote ist, dann weiß ich auch nicht! Nach der Rückkehr heißt es dranbleiben und die Form noch weiter ausbauen. Wir haben vor, die Sonne mit nach Hause zu bringen, damit demnächst den Radausfahrten auf der Straße nichts mehr im Wege steht.

Donnerstag, 14. März 2013

Zwölfter Trainingstag

Heute ist bzw. war der letzte Tag ‚Radtraining‘, die Räder sind schon verpackt, aber dazu später.
Der Tag begann wie gewohnt um 07:00Uhr mit entspanntem Schwimmtraining, heute mal mit Neo, was aber, wie wir feststellen musste nicht nötig gewesen wäre, so warm wie es war. Schaden kann es nicht, denn das Gefühl mit Neo im Salzwasser zu schwimmen ist eben anders als bei uns.



Unser privater Pool

Dann gefrühstückt und zügig aufs Rad, fünf Stunden wollten wir heute noch fahren, bevor wir die Räder verpacken. Heute wurden wir teilweise von den Wolken getrieben und nach vier Stunden hatten sie uns und wir waren tatsächlich gezwungen die Windjacken überzuziehen. Jetzt wussten wir wenigstens, wieso wir die mit auf die Reise genommen haben.
Gegen 17:00Uhr waren wir zurück und dann ging es gleich ans Verpacken der Räder. Auch das machten wir im Teamwork, klappte bisher auch gut, doch leider vergaßen wir dabei ein wenig die Zeit und bis wir geduscht und aufgefrischt waren, war doch fast die ‚Essenszeit‘ vorbei. Keine Angst wir sind nicht verhungert und gehen entspannt und gestärkt schlafen. Morgen steht nochmal Schwimmen und Laufen (21km) auf dem Programm und am Nachmittag werden wir noch ein wenig die Sonne genießen, denn mit dem Packen sind wir weitestgehend durch.

Mittwoch, 13. März 2013

Elfter Trainingstag

Der elfte Trainingstag ist nun auch Geschichte und auch die letzte Koppeleinheit hier auf der Insel. Bei mir scheint endgültig der Knoten geplatzt zu sein. Die 80km-Rad waren aufgrund des miserablen Straßenbelags gefühlt länger, denn das Rad schien ohne Treten sofort stehen zu bleiben. Daher entschlossen wir uns für den Rückweg den kürzeren Weg zu nehmen. Viel besser war das auch nicht, aber kürzer und so wurden wir eben etwas kürzer durchgerüttelt, denn fahren kann man das nicht mehr nennen. Der Leuchtturm bei El Cotillo wurde aber nicht ausgelassen, hier ein paar Eindrücke.


Leuchturm

Das anschließende Laufen bei 33°C war für mich nach dieser Radausfahrt fast entspannend. Haute dann nochmal schön 15km mit einem Intermezzo über 6km mit einem Schnitt von 5:00/km. Dann trafen wir uns wieder und liefen gemeinsam zurück und schlossen die Koppeleinheit so gemeinsam ab.
Jetzt planen wir schon die letzte Ausfahrt, also nochmal gut eincremen, nicht dass es heißt die Stellen wären Gefrierbrand nach unserer Rückkehr.

Dienstag, 12. März 2013

Zehnter Trainingstag

Nicht, dass der Eindruck entsteht, wir seien müde oder dergleichen, aber der Eintrag fällt heute etwas kürzer aus, es ist schon spät und machmal sagen eben Bilder mehr als Worte.

Faro de la Entallada



Daten des Tages: 174km in sieben Stunden

Neunter Trainingstag / Ruhetag

Wie der Name schon sagt!

Sonntag, 10. März 2013

Achter Trainingstag

Nicht die Tage, aber die Fahrten werden länger! Heute sollte es richtig in die Berge gehen, bis zum höchsten Punkt der Insel, den man mit dem Rad erreichen kann. Bis dahin war es jedoch noch ein weiter Weg. Wir sollten den Punkt erst nach mehr als drei Stunden erreichen. Das ist aber auch vollkommen in Ordnung, denn er liegt doch recht weit im Süden. Hier ein paar Eindrücke von unterwegs bzw. von besagtem Punkt.

Erste Bergankunft


Zweite Bergankunft

Jetzt ging es nur noch zurück, am Anstieg konnte ich deutlich Boden gut machen, doch im Vergleich zu dem Rückstand, der sich bei der Abfahrt aufbaut reicht es nicht, bin in den Serpentin halt immer etwas übervorsichtig.
Auf dem Rückweg machten wir wie fast als Ritual an dem Cafe halt, um ein letztes Mal Kraft für den Rückweg zu tanken, denn der ist bekanntlich anstrengend 35km gegen den Wind.Was soll ich sagen, genau mit uns gleichzeitig kamen die beiden Polizisten der Guardia Civil Trafico an. Wir wurden freundlich begrüßt und gefragt, ob wir sie gestern noch auf der Strecke gesehen bzw. erkannt hätten. Das konnten wir klar bejahen und dann wurde sich noch kurz über die Strecke von heute und die abgefahrene Kilometer ausgetauscht, bevor sie zu ihren Kollegen gingen, die bereits dort saßen. Damit aber nicht genug, nach kurzer Zeit kam der Inhaber mit einer Cola für mich und einem Cafe con Leche für Isabell heraus. Wir waren ziemlich überrascht, insbesondere da wir den Inhaber noch gar nicht gesehen hatten. Er klärte uns auf und teilte uns mit, dass die Polizisten bereits erzählt hätten, dass wir da wären. Tja man kennt uns hier schon auf der Insel, abgefahren, oder? Nach einem kurzen Boxenstopp ging es Richtung Hotel, dabei wurden wir nochmal von der Guardia Civil überholt und freundlich angehupt/gegrüßt. Nach mehr als sechs Stunden waren wir zurück, zufrieden mit uns und dem heute geleisteten (143,5 km und 1380 Höhenmeter). Kurz verschnauft und dann noch schnell ein paar Bahnen gezogen, aber nur 1500m, diente nur der Entspannung.

Samstag, 9. März 2013

Siebter Trainingstag

Man sagt, dass man aus einer Krise gestärkt hervorgeht, das kann ich bestätigen. Gestern der Einbruch und heute lief es richtig gut, das Gefühl den ‚Ironman Lanzarote‘ erfolgreich zu absolvieren war zum Greifen nah. Wie jeder Tag begann auch dieser um ca. 07:00Uhr, geweckt werden muss niemand, das geht ganz automatisch. Frisch gemacht, angezogen und auf zum Frühstück, Energie für den Tag tanken, das aber ganz in Ruhe, denn wir haben Urlaub. Um 10:00Uhr ging es los, endlich wieder auf die Strecke und Kilometer reißen. Heute fuhren wir wie immer erst die Küstenstraße hinunter bis Puerto del Rosario, von dort ging es weiter Richtung ‚Triquivijate‘ von dort weiter nach Costa de Antigua. Das letzte Stück war nicht nur der Höhepunkt, sondern der Hammer. Elf Kilometer leicht bergab und Rückenwind, Geschwindigkeiten von mehr als 60km/h wurden erreicht, aber nur, wenn man stetig auf der Bremse stand. Die Höchstgeschwindigkeit von 64,3km/h hier wurde jedoch nicht von mir erreicht, die Vorsicht war zu groß. Das sollte ich aber auf dem Rückweg wieder ausgleichen, das Ego war doch angekratzt, haha. Wir mussten das gesamte Stück wieder zurück und das bedeutete 11km bergauf mit stetigem Wind von vorn. Der Durchschnitt war für’n …, aber darauf kommt es nicht an, sondern auf den Trainingseffekt und der war gewiss groß. Hier hatte ich auch das oben angesprochene Gefühl bzgl. des ‚Ironman Lanzarote‘, schon verrückt, aber doch gut!
Noch ein kleiner Stopp (ca. 35km von der Unterkunft entfernt) an einem kleinen Cafe, das wir am Dienstag entdeckt hatten und auf geht es Richtung Hotel. Hier noch eine kleine Anekdote am Rande. Der Inhaber erkannte uns gleich wieder und brachte uns sofort unsere Drinks vom Dienstag, das nenne ich mal Service. Darüber hinaus erzählte er den dort sitzenden Polizisten der Guardia Civil Trafico von uns und erklärte, wozu die da sind, nämlich für uns, damit wir so Radfahren können, super, oder. Die beiden verabschiedeten sich auch sehr freundlich bei uns, war schon irgendwie witzig.
Ausgetrunken und weiter auf die Straße, immer die Zeit im Sattel im Blick. Heute sollten es mehr als 5 ½ Stunden werden. Man gut, dass ich die Armlinge anhatte, denn die Sonne brannte teilweise unerbittlich und der Sonnenbrand ist noch nicht wieder ganz weg. Tut mir leid, wenn Ihr daheim friert, aber nicht wirklich, grins! Fast daheim ca. 20km vorm Hotel wurden wir nochmal von den besagten Polizisten auf der Küstenstraße überholt, sie grüßten freundlich aus dem Wagen und fuhren an uns vorbei. Tja uns kennt man nun auf der Insel, das hat doch was, oder?
Geduscht sind wir inzwischen und Hunger haben wir auch, also ab zum Abendbrot, bis morgen!

Sechster Trainingstag

Für heute war der Test des neuen Helms (Zeitfahrhelm) angesetzt. Der verlief gut, das war aber auch alles, was für mich trainingstechnisch gut verlief. Von Anfang, gegen 10:00Uhr ging es im Zeitfahranzug und Zeitfahrhelm auf die Straße, doch musste ich schon nach ca. 3km feststellen, dass es heute doch ein wenig zu frisch (bedeckt und nur um die 22°C) war. Also nochmal zurück und umgezogen, dann ging es endlich los und die ersten 30km liefen recht erfreulich in Hinblick auf den Zeitfahrhelm, die Vorteile in der Aero-Position sind nicht von der Hand zu weisen. Nach 28km waren wir an der gestern ausgeguckten Stelle und es ging 4km in Aero-Position stetig bergan, auch hier noch alles klasse.
Bei der Abfahrt jedoch kam er dann, der Einbruch, ich hatte diesen schon früher erwartet, besonders vor dem Hintergrund der letzten drei Wochen. Ich entschloss mich daraufhin den Rückweg anzutreten und dann weiter zu sehen. Dort angekommen musste ich mir eingestehen, das heute nichts zu gewinnen wäre, daher fuhr ich die zweite Runde nicht mehr mit und ließ meine Trainingspartnerin ziehen. Nach einer Erholungsphase von ca. zwei Stunden raffte ich mich nochmal auf und ging 12km laufen (Richtung Küste), das war auch nicht glorreich (5:30min/km), aber gab mir das Gefühl, der Tag sei nicht komplett verschwendet.
Der Abend ist angebrochen und Zeit zum Schlafen. Die Analyse des heutigen Tages lässt nur ein Schluss zu und zwar, dass ich (wir) die letzten Tage eindeutig zu wenig getrunken haben, insbesondere bei den Radausfahrten. Eine wichtige Erkenntnis für Mai, obwohl ich gestehen muss, dass uns das auch schon zuvor bewusst war.

Donnerstag, 7. März 2013

Fünfter Trainingstag

Der Tag begann für einen Urlaubstag angemessen pünktlich um 07:00Uhr mit leichtem Lauf-ABC (5km), schnell frisch gemacht und zum Frühstück. Heute war es so warm und zu dieser Zeit fast windstill, daher konnten wir das volle Urlaubsfeeling mitnehmen. Nein, wir haben kein Mitleid mit den in Deutschland gebliebenen. Schnell gefrühstückt und nach einem Schlauchwechsel an meinem Vorderrad ging es dann ein wenig verspätet auf die Straße. Aufgrund des leichten Windes hieß das endlich die Aero-Position ausgiebig zu testen bzw. zu nutzen. Eine Folge hatte das, doch die spürten wir beide erst nach der Rückkehr, ich sag nur ein Wort ‚Sonnenbrand‘. Davor braucht man in Deutschland derzeit wohl keine Angst zu haben, hihi! Gut dass wir dann noch zum Schwimmen gegangen sind, das kühlte etwas ab.
Morgen wollen wir Bergetappen fahren und ich plane den Zeitfahrhelm und den Zeitfahranzug zu testen, haben uns dafür heute die richtige Stelle dafür ausgeguckt. Wir freuen uns und daher heißt es heute wieder früh ins Bett, bis morgen!

Mittwoch, 6. März 2013

Vierter Trainingstag / Ruhetag

Der Tag begann um 07:00Uhr mit morgendlichen Schwimmtraining, aber nur 1,5km, denn eigentlich war heute ja Ruhetag, aber das gilt im Trainingslager als Ruhetag. Anschließend duschen und für den Ausflug nach Lanzarote fertig machen. Nach dem Duschen habe ich wie gewohnt die Sachen zum Trocknen aufgehängt, doch wie das dann so ist, war plötzlich die Tür zu. Nach einer längeren Zeit wurde ich von meinem Aufenthalt im Freien erlöst, kein Kommentar.
Um ca. 09:40Uhr ging es Richtung Hafen und dieses Mal klappte es mit der Überfahrt und wir legten 45 Minuten später in Playa Blanca an. Einen Leihwagen sollten wir anfangs nicht bekommen, doch dann hatten wir doch noch Glück, obwohl ich mir nicht sicher bin, ob man in Deutschland damit noch fahren darf. Auf ging‘s in Richtung Puerto del Carmen und dann weiter Richtung Costa Teguise, wo wir uns die Residenz für die Wettkampfzeit ansahen. Man beachte unser super modernes Auto (Leihwagen) im Vordergrund.

Der Rückweg führte uns durch die Nationalpark (Parque Nacional de Timanfaya), wo wir einen Teil der Wettkampfstrecke vom Ironman Lanzarote befuhren.


An diesem Punkt kam bei mir endgültig das Gefühl auf, dass der Wettkampf nicht mehr fern ist und alles irgendwie greifbar ist. Zurück zur Fähre den Wagen oder besser den Schlüssel abgegeben und dann wieder ins Hotel. Hier standen dann noch 1,5km Schwimmen auf dem Plan und dann gab es endlich mal wieder etwas zu essen. Morgen geht’s weiter, schauen wir, was uns der neue Tag (an Überraschungen) bringt!

Dienstag, 5. März 2013

Dritter Trainingstag

Aufgrund des starken Windes wollten wir mit der Fähre (Express-Fähre, Fahrzeit 12 Minuten) nach Lanzarote, dort einen Wagen mieten, um die Wettkampfstrecke abzufahren. Das Wetter oder vielmehr der Wind machten uns wieder einmal ein Strich durch die Rechnung, denn die Fähre fuhr aufgrund des starken Windes nicht bzw. konnte auf Lanzarote nicht anlegen. Also Planänderung und wieder zurück und aufs Rad. Gegen 12:00Uhr waren wir startklar und los ging es in Richtung Puerto del Rosario und dann weiter nach Antigua. Der Wind war unterwegs teilweise mörderisch und Geschwindigkeiten von 12km/h fühlten sich an wie 36km/h, aber es war eine gute Übung und wir ließen uns nicht unterkriegen. Wenn er mal nicht von vorne kam, dann von der Seite und wir hatten beim Fahren beide durchgehend ‚Schieflage‘, um nicht umzukippen. Nach fast fünf Stunden waren wir wieder zurück, schnell umgezogen und noch schnell geschwommen, nur so zu Entspannung. Das tat gut und wir haben nun das Gefühl, das wir im Trainingslager angekommen sind. Auch das Essen wurde die letzten Tage besser, das Niveau muss jetzt beidseitig gehalten werden. Morgen ist dann Ruhetag, sprich drei Kilometer Schwimmen und sonst nur die Insel genießen. Werden vermutlich einen neuen Anlauf bzgl. unserer Besichtigungstour nach Lanzarote starten.

Zweiter Trainingstag

Der extreme Wind hat uns zwar von der heutigen Trainingseinheit nicht abgehalten, aber er hat es auch nicht einfach gemacht. Die Nacht über hatte es hier ein kleines Unwetter gegeben, doch zum Glück waren die Straßen am Morgen wieder trocken. So machten wir uns nach dem Frühstück auf in Richtung Puerto del Rosaria. Bis La Oliva war nicht nur der Wind (Gegenwind), sondern leider auch die Straßenverhältnis mehr als unzumutbar, das Rad wollte nicht so recht ins Laufen kommen. Nach ca. zwei Stunden und gefühlten vier Stunden traten wir den Rückweg an. Da hatte wir kurzseitig auch mal Rückenwind, aber doch eher Seitenwind, der ein Tempomachen bzw. Aerolenkerfahren unmöglich machte. Nach etwas mehr als drei Stunden waren wir wieder zurück im Hotel und absolvierten noch eine kleine Laufrunde von ca. 5km (erste Koppeleinheit). Zum Ende fing es dann doch noch an zu regnen, aber wir kamen trocken im Zimmer an. Das sollte sich beim anschließenden Einkauf jedoch ändern. Man mag es kaum glauben, aber auch auf den Kanaren (Fuerte) regnet es mal. Für den morgigen Tag sind die Aussichten hinsichtlich des Windes nicht besser, aber das sehen wir dann morgen und auch ….

Anreisetag

Trage diesen mit einem Tag Verspätung ein, da gestern absolut nichts mehr möglich war. Nach einer Odyssee von mehr als 15 Stunden kamen wir nach 22:00 im Hotel an. Ziemlich erschöpft, hungrig und durstig, doch nicht einmal die Grundbedürfnisse wurden befriedigt und so bezogen wir unser Apartment und begaben uns zur Nachtruhe. Die Stimmung war auf einem Nullpunkt und wir hofften auf den kommenden Tag, aber dazu später mehr. Nun zu den Details des gestrigen Tages. In Hamburg erfuhren wir beim Check. In, dass die Maschine überbucht sei und wir erst beim Einstieg unsere Platzzuweisung erhalten. Das klappte dann auch und stellte sich sogar als Glücksfall (Plätze in der letzten Reihe) heraus, da wir dadurch unser umfangreiches Handgepäck (Rucksack, Laufrad, Zeitfahrhelm) unkompliziert verstauen konnten. Bis ungefähr eine Stunde vor der Landung auf Fuerteventura verlief alles gut, dann ertönte die Durchsage, dass wir aufgrund eines technischen Defekts zurück nach Sevilla fliegen, um diesen aus Sicherheitsgründen zu prüfen. Diese Prüfung dauerte inkl. Auftanken über drei Stunden, doch wir konnten die Reise fortsetzen und landeten mit fast sechs Stunden Verspätung auf Fuerte. Unser Bustransfer war natürlich schon weg und so wurden wir einem anderen zugeteilt. Als letzte erreichten wir unser Hotel, war auch irgendwie klar. Inzwischen war es weit nach 22:00Uhr und die Küche war kalt, richtig kalt und wir gingen mehr oder weniger hungrig und durstig ins Bett. Zu müde, um sich darüber noch zu ärgern. Der erste Trainingstag bzw. der Materialtesttag war damit Geschichte und wir mussten alles auf heute verschieben.

Sonntag, 3. März 2013

Erster Trainingstag

Das Frühstück war besser, aber auch durchaus steigerungsfähig, das klappte zumindest beim Abendbrot.
Anschließend versorgten wir uns mit dem Nötigsten Wasser usw., damit wir nach dem Zusammenbau der Räder sofort auf die Strecke konnten. Wir nahmen uns Zeit für den Zusammenbau der Räder, damit auch alles richtig passt. Gegen Mittag ging es dann endlich los und wir machten uns an der Küstenstrasse in Richtung Süden auf. Ein dummer Fehler, wie sich noch herausstellen sollte. Wieso, ganz einfach der Wind blies uns mit ca. 75km/h entgegen, das war deutlich zu spüren, sicher ein guter Test, aber doch nicht gleich am ersten Tag. Egal das Rad musste getestet werden und das wurde es auch und der Rückweg war umso schöner, Geschwindigkeiten von fast 60km/h auf flacher Strecke waren drin. Zudem gab es ein kostenloses Körperpeeling und das Rad wurde gesandstrahlt, super oder? Wir erkundeten dann noch, wann die Fähren nach Lanzarote fahren, da wir planen uns die Strecke des Wettkampfes anzusehen.
Hier der Blick rüber zur anderen Insel, im Hintergrund kann man den südlichen Teil von Lanzarote erkennen.
Das Pool bzw. Schwimmangebot ist mehr als umfangreich, so hatte wir am Abend jeder eine 25m-Bahn für uns allein, so rundeten wir diesen guten zweiten Tag ab und können nun sagen, dass wir nach anfänglichen Schwierigkeiten gut ins Trainingslager gestartet sind. Die Aussichten für morgen sind nicht so rosig, denn der Wind hat noch einmal massiv zugenommen und sich zu einem Sturm entwickelt. Das wird uns von der morgigen Tour nicht abhalten, es stehen ca. 80km auf dem Plan.